Am Freitag Nachmittag zeigte sich vor der Kamera ein kleines Spektakel. Ein weiterer Storch fing an den Storch im Nest zu attackieren. Rund eine Stunde ging es hin und her, Schnäbel klapperten, sie kämpften im Horst, schmissen sich raus, flogen Runden um die Nisthilfe. Wer letztendlich daran beteiligt war und wer nun in Bleckmar im Horst sitzt, können wir nicht mehr sagen. Die Storchenbeobachter sind aber der Meinung, dass kein Ring am Bein zu erkennen ist. Die Fotos von dem Freitag, 21.4.17  zwischen 15:00 und 16:00 Uhr sind interessant. 

Hier eine Auswahl der Bilder:

 

Ist Fridolin gar nicht der, der er zu sein scheint? Auf jeden Fall, zeigte sich heute Morgen ein Bild im Archiv, mit einem Storch OHNE irgend einem Ring an den Beinen. Die Kamera, die ca. alle 30 Sekunden ein Bild macht, hat genau den Moment des Abflugs erwischt. Und wir trauten unseren Augen nicht. Bisher waren wir der Annahme, dass es sich um den "alten" Storch mit der Nummer DEH H 4079 handelt, bei dem der Identifikationsnummer noch unten an den Füßen angebracht worden war. Nun sind wir verwirrt und warten auf die nächste Gelegenheit den Zeitpunkt zu erwischen, wann man seine Beine sehen kann. 

 Hier noch ein anderer "Flugkörper" in Bleckmar :-)

 

 

Nachdem wir am Morgen noch alle traurig waren, dass Fridolin verschwunden war, ist dann doch noch viel passiert. Zunächst vermissten wir Fridolin und waren schon am Diskutieren, ob wir die Kamera abschalten sollten. Gut dass wir es nicht getan haben, denn erst kam ein neuer, junger Storch. Der war sehr emsig am Bauen als auch Fridolin wieder aufgetaucht ist. Der hat den neuen Storch schnell wieder vertrieben und glänzt nun mit seiner ausgelassenen Ruhe. Das Foto zeigt im Schnappschuss die Zwei. Was auch immer sie zusammen gemacht haben. Wir haben es nicht bemerkt.

Diese Seite wird von einem Raspberry Pi3 Computer betrieben. Auf Diesem läuft

Als Kamera dient eine Sony A5100 und wurde zunächst mit einem ca. 30 Jahre alten Canon FD 200mm F2.8 Objektiv betrieben. Die leichten Farbsäume sind dem Objektiv verziehen, es hat nur einen Bruchteil von einem Neuen gekostet. Die 200mm bilden den Horst in optimaler Größe ab und die große Öffnung erlaubt uns auch noch Bilder im Dunkeln mit Langzeitbelichtung. Seit 2019 benutzen wir ein Canon FD 135mm Objektiv mit 2x Konverter, das ergibt zusammen mit dem Cropfactor ca 400mm. Die Kamera wird mit einer selbstgebauten Schaltung dauerhaft mit Strom versorgt (keine Batterie), inzwischen bietet Sony hier einen offiziellen Adapter an.

Das Objektiv ist auf die Mitte des Horstes fokussiert wodurch der Bewohner idR scharf abgebildet wird, die Äste im Vordergrund jedoch leicht unscharf sind. Dies fällt jedoch nur auf den Fotos mit 24MP auf.

Die Kamera steht auf dem Dachboden. Dies ist nicht ganz optimal, da der Horst immer noch deutlich höher ist und wir gegen das Licht fotografieren müssen.

Auch die Objektivhalterung ist noch provisorisch. Diese ist notwendig, da das Objektiv selber keinen Stativring bietet, jedoch zu schwer ist als das das Gewinde an der Kamera verwendet werden kann. Die Halterung ist ein erster Druck aus dem 3D Drucker (übrigens auch mit dem Raspberry Pi3 durchgeführt), mit FreeCAD erstellt, aber leider unter Zeitdruck. Eine überarbeitete Version, die noch nicht ausprobiert werden konnte, kann auf Thingiverse gefunden werden.

Weitere Verbesserungen die möglich sind:

  • Weitere Aufnahme Modi, zB einen Burst bei bestimmten Mustern, zB Start oder Landung. Oder auch einen Film Modus
  • Kamera für einen besseren Blickwinkel höher positionieren
  • Zusätzliche Kamera mit Weitwinkel (einfache webcam)

 

 

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